Schloss
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1131 wird das Kirchdorf Arolsen anläßlich der Stiftung eines Augustinerinnenklosters erstmalig genannt.

1526-30 wird das Kloster säkularisiert, es geht in den Besitz der Grafen von Waldeck über und wird zum Schloss umgebaut.

Im Jahre 1711 wurde Graf Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck (1676-1728) in den Reichsfürstenstand erhoben. Um dieser Standeserhöhung Ausdruck zu verleihen, entschloss er sich das alte Arolser Renaissanceschloss durch einen barocken Prachtbau zu ersetzten. Er unternahm seine Cavaliersreise nach Frankreich, wo ihn vorallem Versailles sehr beeindruckte. Der Mode dieser Zeit folgend und mit besagtem großen Vorbild in Gedanken, beauftragte er den elsäsischen Baumeister Julius Ludwig Rothweil mit der Planung seiner neuen Residenz.

1710 wird mit dem Abriss des alten Schlosses begonnen. In den folgenden Jahren entsteht die neue Residenz, zum größten Teil noch im Stil des Barock, aber in der Innenaustattung schon mit Einflüssen des Rokoko; der letzte Bauabschnitt - Teile des Treppenhauses und der Weiße Saal - wurde erst im 19.Jhd. fertig gestellt. Die hervorragenden Deckengemälde wurden von Carlo Ludovico Castelli gefertigt. Er malte Szenen aus der antiken Mythologie und verwendet diese um dem strengen höfischen Protokoll Ausdruck zu verleihen und natürlich auch seinen Arbeitgeber durch entsprechende Anspielungen zu ehren. Sein wichtigster Mitarbeiter war der Stuccateur Andrea Gallasini.

Am 13.09.1720 hielt das Fürstenpaar feierlichen Einzug in das Schloss, in dem aber bis dahin nur der Ostflügel bewohnbar war. Im Todesjahr von Fürst Friedrich Anton Ulrich wurde schließlich die Schlosskapelle eingeweiht. Einen großen Teil der prachtvollen Innenaustattung im östlichen Obergeschoß verdanken wir dem Kunstsinn der Ehefrau Fürst Carls: Christiane Pfalzgräfin von Zweibrücken Birkenfeld war nicht nur selbst eine hochgebildete Frau, die eine wunderbare Bibliothek hatte und ein weit über die Grenzen bekanntes Naturalienkabinett, sie sorgte auch dafür, dass ihre Söhne (die Prinzen Friedrich, Georg und Christian) neben der militärischen Ausbildung auch eine umfangreiche musisch- kunsthistorische Erziehung genossen.  weiterlesen
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